
Migros Online kürzt Bonus bei Krankheit – Mitarbeiter zeigen Unmut
Migros Online kürzt Bonuszahlungen bei Krankheit. Mitarbeitende zeigen Verärgerung über diese Massnahme. Ein Fall mangelhafter Unternehmensethik?
Migros, einer der grössten Detailhändler der Schweiz, sorgt für Aufsehen mit einer neuen Massnahme: Die Online-Plattform kürzt den Bonus bei Krankheit. Diese Entscheidung hat unter Mitarbeitern für Unmut und Unverständnis gesorgt. Die Massnahme wirft Fragen zur Behandlung von Angestellten und zur Unternehmensverantwortung auf.
Was ist passiert?
Migros Online kürzt den Bonus für Mitarbeiter, die sich krankgemeldet haben. Dies wird als Strafmassnahme interpretiert, da es Mitarbeiter, die krank werden, finanziell nachteilig beeinflusst.
Bonus-Kürzung: Der Bonus wird reduziert, wenn Mitarbeiter sich krankgemeldet haben.
Finanzielle Last: Dies trifft besonders einkommensschwache Mitarbeiter.
Motivation: Die Massnahme könnte dazu führen, dass kranke Mitarbeiter zur Arbeit gehen.
Die Reaktion der Mitarbeiter
Die Mitarbeiter sind unzufrieden und sehen dies als unfair an.
Unmut: Viele Mitarbeiter kritisieren diese Entscheidung öffentlich.
Rechtliche Bedenken: Es gibt Fragen, ob die Massnahme rechtlich zulässig ist.
Loyalitätsproblem: Die Massnahme untergräbt die Loyalität der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen.
Die ethische Dimension
Diese Entscheidung wirft ethische Fragen auf.
Arbeitnehmerrechte: Kürzungen bei Krankheit stehen im Spannungsfeld mit etablierten Schutzrechten.
Unternehmensverantwortung: Unternehmen haben eine Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern.
Krankheitskultur: Die Massnahme drängt Mitarbeiter dazu, krank zur Arbeit zu kommen («Präsentismus»).
Präsentismus vs. Absentismus
Das Unternehmen versucht vermutlich, Absentismus zu reduzieren, setzt damit aber am falschen Punkt an:
Präsentismus: Kranke Mitarbeiter arbeiten trotzdem, was weniger produktiv ist.
Ansteckung: Kranke Mitarbeiter können andere anstecken.
Langzeitschaden: Mitarbeiter, die krank arbeiten, brauchen länger zur Genesung.
Historischer Kontext
Arbeitnehmerschutzorganisationen haben lange für Schutz gegen Benachteiligung wegen Krankheit gekämpft:
Arbeitsgesetze: Schweizer Arbeitsgesetze schützen kranke Mitarbeiter.
Sozialversicherung: Sozialversicherungen sollen Mitarbeiter im Krankheitsfall absichern.
Rechtlicher Rückschritt: Diese Massnahme scheint gegen etablierte Schutzmassnahmen zu gehen.
Die Unternehmensposition
Migros hat die Massnahme wahrscheinlich eingeführt, um Kosten zu sparen und Absentismus zu reduzieren:
Kosteneinsparung: Die Bonus-Kürzung spart dem Unternehmen Geld.
Anreiz: Ein negativer Anreiz soll Mitarbeiter ermutigen, zur Arbeit zu kommen.
Fehlende Einsicht: Das Unternehmen scheint nicht zu erkennen, dass dies kontraproduktiv ist.
Folgen für die Marke
Diese Massnahme hat bereits Auswirkungen auf das Markenimage:
Kundenvertrauen: Kunden können unzufrieden sein, wenn sie von dieser Behandlung erfahren.
Mitarbeitergewinnung: Potenzielle Mitarbeiter könnten sich gegen Migros entscheiden.
Öffentliche Debatte: Die Massnahme führt zu negativer Medienberichterstattung.
Was sollte Migros tun?
Schritt zurück: Die Massnahme sollte rückgängig gemacht werden.
Kommunikation: Das Unternehmen sollte mit Mitarbeitern in Dialog treten.
Neustart: Ein besserer Ansatz wäre notwendig.
Fazit
Die Entscheidung von Migros Online, den Bonus bei Krankheit zu kürzen, ist ethisch fragwürdig und wahrscheinlich nicht effektiv. Sie zeigt mangelndes Verständnis für die Bedürfnisse von Mitarbeitern und kann zu langfristigen Schäden führen. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter wertschätzen, finden bessere Lösungen für Absentismus als Strafmassnahmen gegen kranke Mitarbeiter.
Andere Beiträge


Gute Zusammenarbeit beginnt mit einem Gespräch.
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie wir Ihre nächste Besetzung angehen






